Ein- und Ausblicke aus der BCA Business Coaching Akademie

Juni – »Zwischen Komfortgekrusche und Abenteuerlust« – Vom Wagemut am Tellerrand

Ach, am schönsten ist es doch, wo ich mich zu Hause fühle. Mitten drin in der vertrauten Komfortzone. Hier bin ich per Du mit jedem Baum, habe schon jeden Stein umgedreht, die Rituale des Alltäglichen und die Verlässlichkeit des immer Wiederkehrenden lassen mir Raum für entspanntes Sein und wohlig versunkenes Tun. Und das Beste: Ich kenne mich und meine Muster ganz genau. Keine Überraschungen, alles im Lot. So schön. Nur ab und an brummt es irgendwo an den Rändern des moosweichen Terrains irgendwie unwillig. Es fühlt sich ein klein wenig an wie Stillstand. Und dann kitzelt mich die Frage: Was liegt wohl jenseits meiner grünen Wiese?.

Ein Sinn findet sich immer

Och, muss ich das jetzt wirklich wissen? Muss ich wirklich raus hier, um meinen Horizont zu erweitern? Echt jetzt? Geht das nicht auch von zu Hause aus? Anders ist doch nicht immer zwingend sinnvoller. Oder? Na gut, dann schaue ich eben mal genauer hin. Was passiert hier gerade? Ich stelle fest: Das Vorwärtsstreben geht nicht mehr so leicht von der Hand – oder vom Fuß, wenn man so will. Und was hält mich zurück? Weiß nicht. Kann ich jetzt bitte liegenbleiben? Es lässt sich doch auch darin ein Sinn entdecken. Ist ja gut. Nochmal hinsehen. Die Dynamik ist futsch, die Zuversicht hat versucht sich unsichtbar zu machen und die Ärmel rutschen über die unmotiviert hängenden Unterarme. Klebt mir vielleicht wie Kaugummi die Bequemlichkeit unterm Hintern? Oder ist mir gar der Mut abhandengekommen? Nun, das ist zwar beides nicht so angenehm, aber bei weitem auch nicht das Schlimmste.

Grenzen brauchen Aufmerksamkeit

Bewegung und Mut und Grenzübertretung geht da gar nichts. Linsen wir also mal vorsichtig über den Tellerrand unseres Verhaltens hinaus, entdecken wir: Anderen geht es hin und wieder genauso. Woraus sich der Schluss ziehen lässt, dass es okay ist, wenn der Mut sich mal verkriecht, und also kein Grund besteht, den Kopf in den Sand zu stecken. Feststellen lässt sich nämlich auch: Die Abwesenheit von Mut ist nicht zwingend Unmut, sondern – ja, geben wir es offen zu, vielleicht ein klein wenig Bequemlichkeit. Oder Ängstlichkeit, aber die schützt immerhin ziemlich sicher vor Übermut – und der wiederum tut ja selten gut. Ja, schon, okay. Aber weiter jetzt! Nicht nur Komfortzonengekrusche macht also bewegungslos, sondern auch Mutlosigkeit quält und ist ein arger Bremsklotz. Und während Umwege zwar auch Zeit kosten, aber wenigstens zu neuen Einsichten führen, macht das bloße Ausgebremstwerden einfach nur langsam und führt im Extremfall zum Stillstand. Das wiederum ist wirklich blöde. Mit einem wohlwollenden Blick auf unsere Grenzen – und vor allem auch die der anderen –, lässt sich allerdings ziemlich sicher herausfinden, worauf es zu achten gilt. Bis wohin reicht meine Kraft? Wie weit tragen meine gesammelten Erfahrungen? Wo beginnt unbekanntes Terrain und welche Abenteuer belohnen mich mit wertvollen Errungenschaften, wenn ich sie wage?

Zutrauen in die Abenteuerlust

Mit ein bisschen Zuspruch, der Konzentration auf unsere Stärken, dem Vertrauen in verlässliche Energiequellen und unserem inneren Kompass lässt sich das Zutrauen locken und der Mut zurückgewinnen, den es braucht, um neue Wege zu gehen. Jeder Prozess braucht schließlich das mutige Weitergehen, das Sich-bewegen über die Grenzen der kuschligen Vertrautheit hinaus. Denn nur mit der Erweiterung unserer Komfortzone, lässt sich unsere Neigung des Zurückfallens in gewohnte Verhaltensweisen verhindern. Und ganz bestimmt lässt sich der ein oder die andere um uns herum anstecken und stürzt sich mit ins Abenteuer. Gemeinsam spazieren wir dann aus unserer wohlbekannten Kruschecke, fröhlich summend und abenteuerlustig. Dann mal in die Hände gespuckt und mit frischem Mut ans Werk! Wagen und winnen, wie wir im Norden zu sagen pflegen.

Spannende Begegnungen im Netzwerk

»3 Fragen an …«

Um uns herum gibt es viele spannende Menschen! Und diese möchten wir dir gerne vorstellen. Unter dem Motto »Drei Fragen an…« sammeln wir darum jeden Monat inspirierende Gedanken, spannende Geschichten und lustige Einblicke.

Wir stellen vor – Julia Hanel

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Wenn nichts mehr geht, es z.B. stressig ist oder ein (vielleicht auch innerlicher) Konflikt da ist, dann frage ich mich welche (unerfüllten) Bedürfnisse stecken wohl bei mir bzw. auch den anderen dahinter. Meistens entwickelt sich daraus ein Verständnis / eine Akzeptanz und mit diesem Wissen lässt es sich leichter in den Lösungsmodus gelangen. Darüber hinaus einfach mal die Musik laut drehen, egal welche Musik-Richtung, Hauptsache es bringt gute Laune und optimalerweise mich dabei betätigen: Ob Sport oder Putzen oder so. Mich lenkt das von negativen Gefühlen ab und ich kann Frust abbauen oder in positive Energie umwandeln.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Ein Haus gebaut, mit Fertigstellung im Mai. Mein Lichtblick während des letzten Jahres in der Pandemiezeit. Und was meine innere Haltung anbelangt: Anstatt meine Kinder auf die Schaukel zu setzen habe ich mich selbst mit meiner Tochter auf die Reifenschaukel gesetzt und mein Mann hat uns angestoßen – bis in die Wolken würde meine Tochter sagen. Es war nicht meine Tochter, die am lautesten über den Spielplatz geschrien hat vor Lebensfreude. Ich saß natürlich nicht das erste Mal auf einer Schaukel, aber ich habe das erste mal losgelassen. Also die Angst vor Kontrollverlust. Und es so richtig genossen. Jetzt bin ich wohl startklar für die Achterbahn!

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?

Mehr zu tun, wonach mir ist, ohne Gedanken an die Schattenseiten jedes Handelns und darauf zu vertrauen, dass das gut so ist.

Über Julia Hanel:

Ihr kennt die liebe Julia schon aus ihrer Mai Kolumne Alltagsheldin – Headspace, Hygge & Humor. Julia ist aktuell Teilnehmerin unserer Business Coach Ausbildung und kann dort durch ihre langjährige Erfahrung als Führungskraft im HR-Bereich immer wertvolle Impulse teilen. Sie ist Mama von zwei Mädchen und lebt mit ihrer Familie an der schönen Ostseeküste. „Dinge verarbeiten und reflektieren – das geht am Besten durch das Schreiben“ sagt Julia und lässt uns an ihren humorvollen, inspirierenden und oftmals nachempfindbaren Geschichten des Alltags teilhaben.

Mai – »Zwischen Aufgabe und Zuwendung« – Vom achtsamen Umgang mit uns selbst

Schön, wenn man endlich so richtig in Schwung gekommen ist. Das Ziel ist klar definiert, die Route steht fest, das nötige Gepäck ist im Rucksack verstaut. Es läuft. Und es läuft sich gut. Das ist wunderbar und genau der richtige Moment, sich den angenehmen Dingen des Weges zuzuwenden: dem zarten Knospengrün, den zwitschernden Blaumeisen – und der Fürsorge. Denn sollte es auf der Strecke mal ein wenig holprig und staubig werden, sich die Leichtigkeit noch am letzten Rastplatz vergnügen und die Lust an der Veränderung pfeifend Löcher in die Luft gucken, dann sind wir unbeirrbar, wenn unsere Kraftreservoirs gut gefüllt sind.

Ach, lass gut sein und setz dich

Während wir vertrauensvoll und unserem inneren Kompass folgend durch Wald und Flur stiefeln, bleibt das stille Verdunsten unserer Kräfte manchmal fast unbemerkt. Je raumgreifender unsere Schritte, je schwungvoller und erfüllender die Reise, desto leichter gerät der achtsame Umgang mit uns selbst aus dem Blick. Wo noch haben wir die uns beflügelnde Zuversicht zuletzt in voller Größe gesehen? Wie steht es um den Energiehaushalt? Wie laufen die Muster? Alles rund? Oder streuen wir uns, hinter unserem eigenen Rücken quasi, grad Sand ins Getriebe? Das passiert ja mal, ganz unbewusst. Statt achtsam mit uns umzugehen, schieben wir altbewährte, verlässlich funktionierende Ablenkungsmanöver nach vorn und stellen seufzend fest, dass alles gaaaanz schööön müüüüühsam ist. Genau – Ohren auf! Dieser Lockruf der Komfortzone ist wertvoll. Denn glücklicherweise prüft unser inneres Kontrollsystem in regelmäßigen Abständen die Füllstände unserer Antriebsreserven. Also: Immer achtsam bleiben.

Durststrecken erfordern Wasser auf unseren Mühlen

Sind Leichtigkeit und Lust hinter den letzten Wegbiegungen nur noch schemenhaft zu erahnen, ist aber nicht etwa Zeit für Kapitulation, sondern für das Umsorgen unseres Selbst. Nicht auf den Hosenboden plumpsen, sondern Innehalten. Was brauche ich gerade jetzt in dieser Situation? Was tut mir gut? Und was kostet mich an dieser Stelle unnütz wertvolle Kraft? Jeder Weg birgt die sprichwörtliche Durststrecke. Jene Passage des Abenteuers, auf der wir Zuspruch brauchen, unterstützende Worte oder Nähe. Woher nehmen? Gut eingebunden in unsere sozialen Netzwerke finden wir um uns herum Menschen mit einem offenen Ohr, hilfreichen Ideen und mitreißenden Energiequellen. Was aber, wenn das soziale Miteinander gerade nicht geht? Wenn uns aktuelle Gegebenheiten ins gesellschaftliche und kulturelle Abseits stellen?

In der Zuwendung liegt die Kraft

Dann ist die goldrichtige Zeit, unsere Stärken in den Blick zu nehmen, sie ganz allein für uns einzusetzen, uns liebevoll und geduldig um uns selbst zu kümmern. Eine Tasse Kaffee in der Sonne, Joggen am Fluss, ein ausgiebiges Telefonat mit jener, die wir schon so lange anrufen wollten, gleich vier Folgen unserer Lieblingsserie hintereinander weg oder ein Spaziergang durch Vogelgezwitscher und Frühlingsgrün ganz mit uns alleine. Was immer uns Ruhe, Kraft und Zuversicht gibt – jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Selbst, wenn unser Terminplaner kreischend schreit und wütend mit dem nächsten wichtigen Termin wedelt: Egal. Nur ein fürsorglicher Umgang mit uns selbst füllt die Energiereserven zuverlässig wieder auf. Und dann kommt auch die Leichtigkeit wieder fröhlich dahergehweht und die Lust rappelt sich erwartungsfroh aus dem Unterholz. Gut umsorgt, frisch gestärkt, die Nase im Sonnenschein – weiter geht’s!

Alltagsheldin – Mit Headspace, Hygge und Humor

Alltagsheldin – das ist Julia Hanels Wochen-Rückblick, mit Headspace, Hygge und Humor. Mit ihren witzigen, alltagsnahen und impulsgebenden Anekdoten nimmt sie uns diesen Monat mit in ihre Welt – voller Headspae, Hygge & Humor.

 

KLEINE HAUSFLUR DRAMEN

ETWAS MEHR HEADSPACE BITTE
Momente, in denen ich mein Fühlen fühlte und den Kopf frei bekam

Guten Morgen Tag! Du bist da, die Sonne wird heute scheinen und du wirst wieder einige Überraschungen parat haben! Aber bitte ohne mich. Jetzt noch nicht. Ich will liegen bleiben, weiter schlafen und die Vögel nicht hören! Aber der Wecker wird gleich klingeln und meine kleine Tochter, Fräulein Hilfsbereit, neben mir wird gleich erwachen. Also Julia, auch du! Los geht’s, sagte der innere Antreiber und mein lieber Perfektionist antwortete: Ok, aber das Ergebnis des Schlafes ist nicht gut genug. Zu spät ins Bett, zu lange Diskussionen am Vorabend über günstige oder teure Kinderbetten mit oder ohne Rutschen und die Auswirkung der Zeitumstellung wirken doch sehr beeinträchtigend. Fazit: zu wenig Schlaf, bedeutet kein optimales Ergebnis, bedeutet der Morgenmuffel ist gleich da. Also: Shit in, shit out! Für mich eine ganz logische Schlussfolgerng. Und bisher auch immer die Rechtfertigung dafür, meine morgendliche schlechte Laune ab und an auch an meinen Mitmenschen zu Hause auszulassen. Aber nicht heute: Heute lass ich mich nicht vom Morgenmuffel vorführen.

Also sage ich mir: Augen auf und sehen was da wie heute los ist und einfach durch. Denn es war meine Entscheidung lange aufzubleiben. Nicht die meiner Kinder. Und mein Mini-Jetlag der Zeitumstellung werde ich schon verkraften. Dann half mir meine kleine Tochter beim Aufstehen und Anziehen. Das klingt als wäre ich eine alte Frau. Natürlich bin ich das mit meinen noch 36 Jahren nicht, aber die Kleine hilft eben anderen gerne beim Anziehen. Früher hätte ich mich erst lange selbst bemitleidet für meine Müdigkeit, da ich als Mama in der Elternzeit eben die meisten Nachtschichten für noch nicht durchschlafende Kinder übernommen hatte. Meist führte diese Haltung auch zu schlechter Laune bei meinen Lieben und es endete öfters mal im Stress an der Tür, weil beim Anziehen der Kinder und packen der Rucksäcke etwas nicht so klappte, wie ich wollte. Heute Morgen setzte ich jedoch der Weinerlichkeit meiner großen Tochter einen gemeinsamen schwungvollen Biene Maja Tanz entgegen, und die Stimmung war gut. Bis zu dem Punkt, an dem wir alle wieder im Flur landeten um zur Kita aufzubrechen. Jedes Kind hatte ein anderes Bedürfnis was Zöpfe oder Jacken betraf, ich versuchte noch alle nötigen Utensilien einzupacken und mein Mann huschte auch irgendwie mitten drin um uns herum, um einzuspringen wo nötig, was irgendwie etwas kontraproduktiv war. Aber der Wille war da! Also half ich allen in die Spur, mein Mann startete mit den Kindern zur Kita, ich stellte die Musik von Kinderliedern auf lauten Punkrock um und ließ Dampf beim Aufräumen ab. Und so bekam ich diesmal den Kopf frei. Da wurde mir bewusst, dass wir im Lockdown und der letzten Krank-Zeit meiner großen Tochter unsere morgendlichen Abläufe scheinbar etwas verlernt haben. Anstatt gut vorbereitet, hechteten wir Erwachsenen den Kinderwünschen hinterher und ärgerten uns dann, wenn die Kleinen nicht so wollten wie wir. Gut, dass ich ja weiß, wie es besser und klarer gehen kann. Auf mein Reflektions- und Prozess-Steuerungsvermögen kann ich mich immer gut verlassen. Aber eine Garantie gegen morgendliche Dramen im Hausflur ist das natürlich nicht. Und genau das sage ich mir immer wieder: Ich bin nicht für alles verantwortlich, nur für mich und meine Haltung. Und das ist doch schon einmal ein guter Anfang.

MIT ACHTSAMKEIT ZU MEHR GELASSENHEIT

So bin ich wieder in meine Kraft gekommen um im Hier und Jetzt zu sein

Und wenn ich schon über gute Haltung schreibe: Ich habe seit mehr als 6 Monaten endlich einmal wieder einen Sportkurs besucht. Online natürlich. Schwerpunkt: Körpermitte stärken. Wie wunderbar es sich direkt danach anfühlte, gestärkt und in guter aufrechter Haltung das Training zu beenden. Besonders bedanken muss ich mich an der Stelle bei meiner lieben Kanga-Trainerin, die eigentlich Mütter mit Babys in der Trage trainiert. Nun ist meine kleine Tochter schon längst kein Baby mehr, und dennoch darf ich noch teilnehmen, denn egal ob mit oder ohne Baby: den Beckenboden, Bauch und die Rückenmuskulatur zu trainieren, ist absolut sinnvoll. Also alle Körperöffnungen von hinten nach vorne schließen, Bauchnabel einziehen und ab geht die Choreo. Was mich jedoch am meisten „bewegt“ hat, neben der Musik aus den Lautsprechern, ist die Tatsache, dass alle Mütter ziemlich belastet klangen, als sie zu Beginn davon sprachen, dass die großen Kinder sehr lange nicht in die Kita gehen konnten und die Herausforderungen des winterlichen Lockdowns allen viel abverlangt hat. Zur Einstimmung gab es danach eine kleine Konzentrationsübung mit wunderbar einfühlsamen und motivierenden Worten der Trainerin. Sinngemäß sagte sie, dass wir uns so oft im Außen bewegen und in einer Zeit leben, in der wir wenig Einfluss auf die Geschehnisse haben und wir nur die Chance haben uns im Inneren zu stärken mit der Aussicht, dass wir dann diese Kraft an unsere Kinder und unsere Außenwelt weitergeben können. Und so fühlte es sich genau richtig an, dass ich mir diese Stunde für mich am Vormittag genommen habe, wissentlich, dass es eigentlich auf Grund des anstehenden Umzuges genügend andere Dinge zu tun gäbe. Aber auch wissentlich, dass es nicht nur meiner physischen Körpermitte gut tut, sondern auch der mentalen. Ich fühlte mich gestärkt und voller Vertrauen, dass alles gut wird. Neben der Motivation wieder mehr Sport zu treiben, stelle ich noch eine ganz andere Veränderung an mir fest. Ich erkenne mich und meine Stärken. Ich fühle sie und ertappe mich dabei, stolz darauf zu sein. Das mag möglicherweise für viele Menschen banal klingen. Für mich ist es das nicht. War doch das Glas immer halb leer, statt halb voll. Mein Fokus lag meistens (unbewusst) auf dem, was ich nicht gut mache. Das in Verbindung mit extrem hohen Erwartungen an mich selbst führte nur dazu, dass ich mich innerhalb meiner Rollen „nicht genug“ fühlte, was für meine innere Zufriedenheit eher schädlich war. Umso mehr brauchte ich die positive Resonanz von außen, indem ich gelobt werde und dachte dann: meine Chefin, mein Mann, meine Freunde usw. werden schon recht haben wenn sie sagen, dass ich etwas gut gemacht habe. Aber ich fühlte es nicht. Und ich bin sehr dankbar dafür, dass ich nun sehen und erleben kann, wie sich Selbstvertrauen anfühlen kann. Wie genau das passiert ist, kann ich gar nicht sagen. Sicherlich haben alle LerngruppenCoachings, die Feedbacks und Einzelcoachings dazu beigetragen. Und mein Unterbewusstsein arbeitet da sicherlich noch viel weiter. Ich denke ich habe ausreichend Zeit damit verbracht, darauf zu schauen, was in meinem Leben bisher „schwer“ war. Und nun bin ich offen genug dafür, neue Verhaltensmuster auszuprobieren. Ein wichtiger unterstützender Glaubenssatz lautet: „Irgendwie schaffe ich das schon.“ Auch wenn ich beim Wandern auf Veränderungswegen dazu neige mit dem Hintern voran zu gehen und immer wehmütig auf das Alte zurück zu schauen, weiß ich, dass ich alles, was zu bewältigen ist, schon irgendwie schaffen werde. Dafür hat meine Mutter gesorgt. Dafür, dass ich in der Lage bin selbstständig alles zu meistern, was ich mir vornehme. Und nun ist es an der Zeit, das „Irgendwie“ in meinem Glaubenssatz durch ein konkretes „Wie“ zu ersetzen. Also entscheide ich mich dafür zu SEHEN, was ich gut mache oder auch was so Schönes passiert. Ich erlaube mir zu FÜHLEN. Und ich gehe die ersten Schritte des Weges, auch wenn ich das Ende noch nicht klar sehen kann, Einfach MACHEN. Wie im Online Kanga-Training: Mich und die Trainerin am Bildschirm sehen, Beckenboden fühlen und die Stunde einfach machen. Führt definitiv zu einer guten Haltung. Im Innen und im Aussen.

EIN BISSCHEN HUMOR – ODER DIESMAL ESSEN – GEHT IMMER

Eine kleine Abschlussanekdote

Wenn ich es nicht ständig und mehrmals am Tag tun muss, koche ich sehr gern. Am liebsten ohne Rezept. Dieses nutze ich nur, um mal etwas Neues zu probieren, aber Spaß macht es am meisten ohne Anleitungen lesen zu müssen. Am Sonntag kochte ich Spitzkohl mit Hackfleisch. Ich habe meinen Mann schon lange nicht mehr so viele Portionen an einem Tag essen sehen. Anerkennend sagte er mir, wie gut das Essen heute schmeckt und er fragte, woher ich das Rezept habe. Ich musste etwas überlegen, und mir fiel ein, dass meine Nachbarin mich generell auf die Spitzkohl-Idee brachte. Aber die Variante mit Fleisch und die Zubereitung mit Schmand usw. war definitiv meine Idee, was mein Mann nicht ganz glauben wollte. Er backt lieber als zu kochen und das genau nach Rezept. Als ich einmal eine Möhre zum Kochen entwendet habe und er für seinen Karottenkuchen nicht genau 750g Möhren zur Verfügung hatte, backte er nicht. Fest davon überzeugt, dass es dann nichts wird. Dann weiß ich immer nicht, ob ich das lustig oder ärgerlich finden soll. Schließlich gibt es dann auch keinen Kuchen. Wie auch immer, im Falle der Spitzkohl-Hackfleisch-Pfanne war ich stolz auf meine Kreation, auch wenn meine große Tochter meine Genugtuung durch ein häufigeres Igittigitt unterbrach, und ich sagte spontan zu meinem Mann, das sei intuitives Kochen. Leicht amüsiert und wenig überzeugt schaufelte er weiter das Essen genüsslich in sich hinein. Und ich dachte nur: genau das ist mein Ding. Intuitives Kochen. Und das könnte ich gut auf andere Abläufe übertragen. Sehen, was da ist (Zutaten). Fühlen, was passiert (Mengen und Mischungen schmecken), und machen (rein in den Topf). Einfach Sehen, Fühlen, Machen! Wie beim Feedback geben mit Ich-Botschaften, beim Sport, anstehenden Veränderungen, oder morgendlichen Dramen im Hausflur.

April – »Zwischen Egozentrismus und Selbstaufgabe« – Vom richtigen Maß der Unabhängigkeit

Führen heißt: Eine*r sagt, wo’s langgeht. Womit die Frage nach der Selbstführung schnell beantwortet wäre. Wo ich bin, ist vorne, also alle mir nach. Ist doch ohnehin so: Wenn man‘s nicht selbst macht, macht‘s wieder keiner. Nun, die meisten von uns werden die Erfahrung gemacht haben, dass es so einfach dann doch irgendwie nicht funktioniert. Angefangen damit, dass andere mit der gleichen Idee, aber anderen Zielen durchs Leben gehen, sich als unwillige Mitgeher entpuppen, oder – und das ist leider auch nicht selten der Fall – dass man selbst nicht weiß, wo genau es hingehen soll. Was ich allerdings immer ziemlich genau weiß, ist, was ich nicht will. Und das kann ich eigentlich auch ganz gut umsetzen.

Vorneweg mit Rückbezügen

Schwieriger als das „Dagegensein“ ist das Erkennen der Dinge, die ich will, die Identifizierung und Benennung meiner Bedürfnisse und dessen, wofür ich gehen will. Wünsche, Ziele, Bedürfnisse? Wer oder was leitet mich denn nun? Ich mich selbst – oder schubst mich die Welt mit ihren Anforderungen vor sich her? Worauf kann ich mich verlassen, wenn ich mein Selbst durchs Leben lotse? Auf meine Erfahrungen, mein Gewissen oder meine Mitmenschen? Auf das berufliche oder private System? Die Umstände? Oder auf das Wetter? Ja. Auf all das. Selbstführung erfordert die permanente Ausrichtung an einer Vielzahl von flexiblen Variablen. Ja, keiner hat gesagt, dass es einfach ist.

Aber hey, es ist alles andere als hoffnungslos! Weil wir damit nämlich nicht alleine sind. Selbstverständlich erfordert Selbstführung ein gutes Gespür für das Eigene. Und es ist gut zu wissen, wo wir hinwollen – nicht nur langfristig, sondern auch mittelfristig, übermorgen und jetzt in diesem Augenblick. Aber es geht nicht darum, den Blick fest auf unser Ego zu heften, den Kopf wie ein Stier zu senken und blind drauflos zu rennen. Selbstbestimmung bedeutet nicht, alleine und von allen unabhängig durch unser Leben zu walzen. Vielmehr gibt uns das Mitdenken derer, die uns lieb und teuer sind, die Freiheit, verbunden zu sein. Klar ist es bequemer, niemandem Rechenschaft zu schulden, die eigenen Regeln zu schreiben und keinerlei Kompromisse eingehen zu müssen. Aber was bitte schön ist Unabhängigkeit ohne Rückbezüge?

Mehrwert sensibler Antennen

Alles ist ein Geben und Nehmen. Wer sich selbst gelassen durch die Ozeane des Lebens steuern will, sollte eine gute Crew an Board haben. Denn nicht immer dümpeln wir im ruhigen Fahrwasser, die Küste in Sichtweite und die Sonne am klaren Himmel. Wir tun gut daran, für das Wohl unserer Mitmenschen zu sorgen, den Seismographen sensibel einzustellen für die Bedürfnisse unseres Gegenübers. Denn sie helfen auch uns, den Kurs zu halten. Das erfordert manchmal, das eigene Wollen hintenan zu stellen, in den sauren Apfel zu beißen, Ziele auf später zu verschieben und die eigenen Wünsche unerfüllt zu lassen. Ab und an ist es wichtiger, andere zu unterstützen als sich selbst zu umsorgen.

Versinken im empathischen Eigensinn

Das Eigene oder die anderen? Ich oder wir? Was brauche ich für mein Fortkommen? Die Kunst ist, die Balance zu finden. Sich selbst treu zu bleiben und trotzdem rücksichtsvoll und zugewandt im Miteinander zu agieren. Das Versinken in den Belangen des Gegenübers ist so wenig der goldene Weg zum Glück wie die Zentrierung auf das eigene Heil. Vielleicht ist es ein bisschen wie mit der Erziehung: Grenzenloses Laissez-faire wie auch stures Beharren auf Regeln macht letztendlich orientierungslos. Andersherum passieren, sobald unsere Aufmerksamkeit nachlässt, im Geheimen kleine feine Dinge, die wir so gar nicht auf der Agenda hatten. Die Erfahrung aber zeigt: Manchmal gewinnen wir interessante Erkenntnisse, wenn keiner hinguckt – ohne selbstvergessenes Versinken kein kreatives Tun. Mindestens genauso wichtig wie das Hinschauen, ist also das Loslassen. Jeden Tag treffen wir selbstgeführt Entscheidungen – im Sinne der Gemeinschaft und im Sinne unserer Unabhängigkeit. Die beste Voraussetzung für ein unbeirrtes Steuern durch bekanntes wie unentdecktes Terrain ist vielleicht eine Mischung aus angepasstem Eigensinn und vielperspektivischer Empathie gepaart mit agiler Beständigkeit. Wie schon gesagt: Weniger komplex wird es leider nicht.

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Wir stellen vor – Stephanie Ruschke

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Natur und Beweglichkeit !

Egal, was das Wetter hergibt, wenn ich einmal stecken bleibe, gehe ich raus in die Natur und marschiere durch die Gegend, am liebsten ohne Ziel und Zeit. Schon nach kurzer Zeit erhellt sich meine Stimmung. Dafür muss im Übrigen nicht die Sonne scheinen, ich liebe den Regen.
Bewegung, Bauchatmung, Beweglichkeit, Begegnung (mit mir selbst), Bewusstsein (Hier und Jetzt) und ich fühle mich wieder lebendig und kraftvoll in meiner Mitte.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Ich habe vor 4 Monaten das erste Mal mit einer Spaltaxt in unserem Garten im Alstertal Holz gehakt. Allein diese schwere Axt in Position zu bringen war eine echte Herausforderung. Eine technische Anleitung half mir enorm, mich in die richtige Haltung zu bringen, um so die Chance zu bekommen den großen Holzscheit zu zerkleinern. Es gelang. Ich war nach 30 Minuten glücklich ausgepowered.

Mich im Leben immer wieder in die richtige Haltung zu bringen, geschieht gefühlt immer wieder aufs Neue das erste Mal. Es scheint stets ein bisschen anders.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?

  • Vom 5ten in den 3ten Gang zu schalten.
  • Die sehr hohe Drehzahl Stück für Stück bewusst und wohlwollend runterzufahren.
  • Altes Anhaftendes aus der Vergangenheit abzulegen, um so in der Gegenwart achtsam, besonnen und kraftvoll den Augenblick zu genießen
  • Auf jedem Fall nie mit dem Kickboxen aufzuhören
  • Rückblickend stolz zu sein, auf alles was ich so geschaffen habe.

Über Stephanie Ruschke:

Stephanie ist eine unsere Change Makerinnen und Absolventin der Business Coach Ausbildung. Durch ihre langjährigen Erfahrungen in der Wirtschaft, das Leben in einer bunten Patchworkfamilie, ihrem Interesse an Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und ihre Neugier, Veränderungen zu begleiten, ist sie ein ganz besonderer, ganzheitlicher Coach, Reiki Meisterin und Meditationsleiterin.

Wenn ihr mehr über Stephanie erfahren wollt, dann schaut doch mal hier: Coaching, Reiki und Meditation mit Stephanie Ruschke (coaching-reiki.de)

Unser Workshopangebot für Führungskräfte – natürlich auch remote!

Die Zeiten haben sich verändert. Naja, das ist fast ein bisschen untertrieben. Eigentlich gibt es so viele Veränderungen, dass die Motivation vor lauter Anders-als-bisher an der einen oder anderen Stelle etwas erlahmt. Und jetzt? Nun, es ist ja nicht alles anders. Noch immer sitzen alle in einem Boot. Und noch immer braucht es das Team als Ganzes, wenn man etwas erreichen will. Mitmacher, Skeptiker, Blockierer – wie lassen sich die unterschiedlichen Persönlichkeiten eines Teams erreichen und motivieren? In unserem Workshop »Als Chef*in Veränderungen ermöglichen« analysieren wir die eigenen Einstellungen, arbeiten an deiner Haltung als Führungsperson und machen den Weg frei zum Change Maker. Auch aus der Ferne.

Mehr Informationen zu dem Workshop »Als Chef*in Veränderungen ermöglichen« findest du hier.

März- »Zwischen Ur-Vertrauen und Speed-Dating« – Vom Zutrauen in ein Bauchgefühl

Die Welt ist keine Pralinenschachtel. Die Welt ist eher ein Supermarkt. Groß, bunt, laut – und vor allem unübersichtlich. Das macht auch unser Leben ziemlich komplex. Was keine neue Erkenntnis, aktuell allerdings mal wieder deutlicher zu spüren ist. Die klare Sortierung in Richtig und Falsch oder Gut und Schlecht wird durch das große Unbekannt ein Drahtseilakt. Fällt, wie jetzt, auch noch der Ausblick auf das Ende der Durststrecke weg, weil kein Mensch tatsächlich weiß, wie sich was entwickeln wird und schon die Planung der kommenden Wochen zur Kaffeesatzleserei wird, dann hilft nur eines: Vertrauen.

Keine Zeit zum Nachdenken

Es ist ein bisschen wie zu Beginn unseres Lebens. Wir kommen auf diese Welt und können im Grunde nichts. Was uns überleben lässt, ist einzig das blinde Vertrauen an das Gute, an die Ehrlichkeit unseres Gegenübers. Soweit, so (hoffentlich) gut. Dann sammeln wir Erfahrungen. Unterschiedliche und grundlegende. Ab da wird es komplizierter.

Mit den Lebensjahren machen wir mehr und mehr Erfahrung. Mit unseren Freunden, mit Lehrkräften, Vorgesetzten, Nachbarn. Unser Vertrauen schenken wir zwar nicht mehr einfach so und blindlings, aber es gilt auch nicht mehr allein dem Bekannten. Das Leben zwingt uns immer öfter auch dem Fremden und Temporären zu vertrauen. Nehmen wir beispielsweise unsere Arbeitswelt: Unser berufliches Umfeld kennzeichnet zunehmende Flexibilisierung. Hinzukommt das Arbeiten in digitaler Form, Virtualisierung von Arbeitsbeziehungen bestimmen unser Miteinander. Agile Arbeitsstrukturen zwingen uns zur Bildung vorübergehender, sich ad-hoc zusammenfindender Teams. Vertrauen aufbauen? Dafür ist hier keine Zeit. Vertrauen ist vielmehr die notwendige Voraussetzung für gelingendes Arbeiten. »swift trust« nennt sich dieses eilig erforderliche Ja-sagen zum Kollegen – Nachhaltigkeit und Tragfähigkeit: irrelevant.

Das Bauchgefühl entscheidet

Ein Hexenwerk ist das freilich nicht. Der Mensch, so zeigen Studien, entscheidet nach etwa zwanzig Sekunden, ob er seinem Gegenüber vertraut. Ein Bauchgefühl – nicht mehr. Und kein bisschen weniger. Denn dieses Gefühl, unsere innere Stimme, unsere Fähigkeit zur Empathie ist ein wichtiger Lotse, wenn es um Entscheidungen geht. Und Vertrauen schenken ist eine Entscheidung. Klar, vertan haben wir uns alle schon mal. Die neue Freundin hat uns betrogen, der Kollege ein Geheimnis ausgetratscht. Und trotzdem. Wir tun es immer wieder. Wir vertrauen, weil wir müssen. Weil wir Nähe brauchen, damit wir uns aufgehoben fühlen und Energie tanken können. Und Vertrauen ist die Voraussetzung für Nähe. Zwischenmenschlicher Kitt sozusagen.

Und das geht so zack, zack, in Sekunden? Nun ja, nein. Es geht im Sprint, wenn es muss. Aber wenn uns eine Beziehung durch die Jahre tragen soll, ein Leben lang halten soll, dann muss Vertrauen wachsen. Dann erfordert es Aufrichtigkeit. Und Zeit. Wenn wir uns genügend Zeit lassen, wird aus Vertrauen sogar irgendwann Vertrautheit.

Für die Pralinenschachtel mit Risiko

Zeit aber hilft nicht immer. Wenn alles ein großes unsicheres Durcheinander zu sein scheint, dann fehlt uns plötzlich das Leitsystem und wir müssen ohne die uns bekannten Parameter entscheiden, wem oder in was wir vertrauen. Und das geht auch. Wir ziehen dann nämlich einfach unseren Sichtkreis auf ein bewertbares Maß zusammen, vermindern so die Komplexität und gewinnen das Gefühl, die Situation unter Kontrolle zu haben. Sicher aufgehoben im vertrauten Rahmen schauen wir einfach auf die Menschen um uns herum. Was tun sie? Welche Lösungen verfolgen sie in dieser Situation? Wir sammeln Handlungsoptionen, vergleichen, wägen ab – und dann handeln wir. Ganz im Vertrauen – frei nach dem Motto: Ich weiß zwar nicht so hundertprozentig, ob es richtig ist, aber ich tue es einfach und setze darauf, dass es funktionieren wird. In dem Fall bedeutet Vertrauen durchaus ein Risiko, weil es bestimmte Gefahren im Moment der Entscheidung einfach ausblendet. Positiv formuliert bedeutet es aber auch: Wenn ich mir nicht über alles den Kopf zerbreche, wird das Leben einfacher.

Womit die Welt dann doch wieder zur kleinen feinen Pralinenschachtel wird. Und das ist ganz wunderbar so. Denn damit erscheint sie uns nicht nur verlockender, sondern auch handhabbar. Und wenn wir in uns und unser Tun vertrauen können, unserem Bauchgefühl folgen und andersherum auch daran glauben, dass das Leben gut für uns sorgen wird, dann wiederum lässt sich prima in die Zukunft denken. Und in Lösungen. Und in Möglichkeiten. Denn wenn wir vertrauen, mag das Leben zwar ein Drahtseilakt sein. Aber dafür haben wir es in der Hand.

Spannende Begegnungen im Netzwerk

»3 Fragen an …«

Um uns herum gibt es viele spannende Menschen! Und diese möchten wir dir gerne vorstellen. Unter dem Motto »Drei Fragen an…« sammeln wir darum jeden Monat inspirierende Gedanken, spannende Geschichten und lustige Einblicke.

Wir stellen vor – Stephan Knüppel

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Der Glaube das was geht. Wenn ein U-Boot ganz unten angekommen ist und auf dem Grund liegt kann es nur noch nach oben gehen. Bettina anrufen :0)

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Vor 2 Monaten, Schneeschuhwandern in den Bergen, der Hammer…

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Hören mehr auf dein Inneres und triff alle Entscheidungen aus dir selbst heraus. Höre auf den Rat von anderen aber triff deinen eigenen Entscheidungen – auch wenn diese andere sind, als dir geraten wird.

Über Stephan Knüppel:

Stephan Knüppel – ihr kennt ihn gegebenenfalls schon aus der Februar Folge unseres Podcasts „Gedankenspaziergang“ – ist Hamburger Unternehmer und Gründer des nachhaltigen Modelabels „Elkline“. Außerdem ist er einer unserer engagierten ChangeMaker und hat sowohl die Business Coach Ausbildung als auch das Familiencoaching bei der BCA Business Coaching Akademie absolviert.

Du hast die Podcast Folge „Zwischen Selbstüberschätzung und Schwächeanfall“ mit Stephan zum Thema „Stärken finden und Ressourcen einsetzen“ verpasst? Dann klick doch mal hier.

Februar – »Zwischen Selbstüberschätzung und Schwächeanfall« – Vom Stärken und Starksein

Manche Menschen laufen wie aufgezogen durchs Leben. Sie schaffen alles, gehen über jede Grenze, vor allem ihre eigene, haben Erfolg, engagieren sich als gäbs kein morgen und schon gar keinen Feierabend – und alles ist bestens. So geht die Geschichte. Bis sie umfallen. Dann geht nichts mehr. Bei den einen kommt es schleichend, bei den anderen passiert es mit einem Paukenschlag. Bitte, das ist nur ein Beispiel. Soweit nämlich muss es nicht kommen. Aber, und da wollen wir mit dieser kleinen Vorrede hin: Es ist nie zu früh, nach den eigenen Stärken Ausschau zu halten, sich hilfreicher Ressourcen bewusst zu werden, um dann beides im richtigen Moment gezielt und nachhaltig einsetzen zu können. Damit die Geschichte eine vielleicht andere wird.

Auf zur Expedition im Heldenoutfit

Stärken entdecken, Ressourcen einsetzen? Klingt nach waghalsiger Expedition. Also Fernglas raus, Taschenlampe an und auf zum abenteuerlichen Durchkämmen längst vergessener Kapitel der eigenen Biographie? Waten durch sumpfige Untiefen am Rande seelischer Steilklippen? Auch wenn die eine oder der andere die Ärmel schon hochgerollt und die Raketenstiefel bereitgestellt hat: Nein. Es geht nicht um Situationen, in denen Herausforderungen das Tragen eines Heldenoutfits notwendig machen. Es geht schlicht und einfach um den schnöden Alltag. Um das morgendlich schwungvolle Aufstehen, das aktive Gestalten und effektive Strukturieren des Tages, um das Gerechtwerden der Anforderungen in Beruf und Familie, den leichtfüßigen Rollenwechsel von hier nach da und, nicht zu vergessen, das sensible Wahrnehmen der eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Möglichkeiten zwischen den Zeilen der umfangreichen To-do-Listen. Mhm, jetzt klingt es irgendwie doch nach Heldenprofil.

Mit der Lupe durchs biographische Unterholz

Okay, schauen wir unsere vorhandenen Superkräfte mal genauer an. Über welche Ressourcen verfügen wir? Welche Stärken machen uns stark? Na, wunderbar. Da verenden die Antworten ja gleich hinter dem Fragezeichen. Wenn wir das nämlich immer so genau wüssten, ließe sich der Sport Modus ohne Unterlass durchhalten und die verzweifelte Suche nach dem Superwoman-Kostüm würde sich erübrigen! Nun, glücklicherweise liegt eine Menge zwischen Selbstüberschätzung und Schwächeanfall. Denn wenn wir unsere Ressourcen und Stärken auch nicht immer klar formulieren können, sie sind in jedem Fall da. Manchmal gut versteckt im biographischen Unterholz. Dann übersehen wir sie einfach, weil sie uns wie selbstverständlich durch die kleinen und größeren Stürme unseres Lebens tragen. Ein bisschen wie Radfahren: gelernt ist gelernt.

Stärken entstehen beim Erzählen

Aber was, wenn die routiniert angewandten Lösungsstrategien nicht zum gewünschten Ziel führen? Wenn die Kraft nicht mehr ausreicht, um die immer gleichen Kämpfe zu kämpfen? Wenn alles durcheinandergerät oder der Berg zum Gebirge wird? Dann ist es hilfreich zu wissen, welche Superkräfte wir aus dem Ärmel ziehen können. Eine Möglichkeit, um in Situationen des »Das-mussanders « einen Überblick über unsere Stärken und Ressourcen zu gewinnen, ist unsere Fähigkeit des Erzählens. Mit ihrer Hilfe können wir nicht nur unsere eigene Geschichte beeinflussen, wir können vor allem verschiedene Perspektiven auf das Geschehen ausprobieren – und so unser Erleben verändern. Wann stand ich schon mal vor einer solchen Herausforderung? Was hat mir geholfen? Was hat mir Kraft gegeben? Mit der Lupe durchs biographische Unterholz. Dort findet sich vieles, was durch ein neuerliches Nacherzählen wertvolle Ressourcen offenbart und unerkannte Stärken zutage fördert. Scheitern, Fehler, Sackgassen, all das lässt sich auch anders erzählen – und damit anders betrachten und für bisher unbekannte Situationen oder jene, in denen die immerwährenden Strategien versagen, aktiv nutzen. Bereichernde Begegnung statt kräftezehrender Konflikt, lehrreiche Kommunikation statt unerreichtes Gegenüber, kreative Lösung statt ignorierte Vereinbarung – wir haben die Erzählung in der Hand. Was für eine Stärke!

Spannende Begegnungen im Netzwerk

»3 Fragen an …«

Um uns herum gibt es viele spannende Menschen! Und diese möchten wir dir gerne vorstellen. Unter dem Motto »Drei Fragen an…« sammeln wir darum jeden Monat inspirierende Gedanken, spannende Geschichten und lustige Einblicke.

Wir stellen vor – Kim Gatermann

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Einen großen Schritt zurück gehen und die Gesamtsituation von Außen betrachten, um möglichst leicht in den Lösungsmodus umzustellen. Sehr gut hilft mir in solchen Zeiten auch die Möglichkeit, mich etwas zurückzuziehen und Zeit für mich zu nutzen, um die innere und äußere Balance wieder herzustellen und dann auch im Gleichgewicht zu bleiben.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Vor ein paar Wochen habe ich zum ersten Mal Struktur auf Leinwand gemalt. Generell habe ich auch das Thema Bewegung so in den Alltag integriert, dass ich so gut wie möglich alles mittlerweile zu Fuß erledige und das Auto weitesgehend zu Hause bleibt.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
ertraue darauf, dass du dahin kommst, wo du hin möchtest und was gleichzeitig passend für dich ist. Du brauchst noch nicht wissen, wie es dir gelingt, es reicht, das Vertrauen darin zu haben, dass es in 10 Jahren so sein wird, wie du es dir vorgestellt hast. Den Weg dorthin findest du dann ganz automatisch – oder er dich :-).

Über Kim Gatermann:

Der ein oder andere Leser kennt mich vielleicht durch meine Zeit als Project Managerin bei der BCA Business Coaching Akademie. Seit 1 ½ Jahren begleite ich als Kinder- und Jugendcoach Heranwachsende in individuellen Entwicklungsprozessen und Herausforderungen im Alltag, um selbstbewusst und vertrauensvoll ihren ganz eigenen, für sie passenden Weg zu gehen und sich nach eigenen Wünschen selbstbestimmt auszurichten.

Mehr über Kim erfahrt ihr hier auf ihrer Website.

»Orientieren und Ausrichten – Das wird dein Jahr 2021«

Wo bin ich gerade? Was umgibt mich hier und jetzt? Und wie soll es sein, wohin ichwill? In unserem Workshop: »Orientieren und Ausrichten – Das wird dein Jahr 2021« unterstützen wir dich dabei, das Jetzt in den Blick zu nehmen und deine Wünsche für Kommendes zu formulieren. Denn wenn du deine Wünsche kennst, kannst du deine Ziele formulieren – und sie alle erreichen.

Du möchtest mehr Informationen bekommen oder dich direkt anmelden? Dann schau doch mal hier!

Januar – »Zwischen Wunsch und Wirksamkeit« – Vom Anerkennen und Fokussieren

Eine Anekdote vom Verlorengehen

»Wir stehen mitten im Wald und mein Vater sagt: ›Wenn wir dem Pfad hier folgen, dann kommt nach der nächsten Biegung bestimmt das Wirtshaus in Sicht.‹ Mit der Wanderkarte in der Hand wedelt er vage in eine Richtung, versucht überzeugt zu klingen und fast wäre ihm das passende Gesicht dazu gelungen. Ich schaue in die eventuelle Richtung und denke: ›Wer’s glaubt, kommt an.‹ Jetzt muss bitte niemand denken, wir wären verzweifelt durch den Schwarzwald geirrt. Im Gegenteil: Das Verlorengehen gehört zu unseren Ausflügen dazu, ist Inhalt und Ziel. Dieses Eintauchen im unendlichen Blättermeer, der duftenden Waldesstille und dem wohligen Gefühl der Orientierungslosigkeit. »Nur wer auf die Suche geht, kann zu sich selbst finden!« Auch das sagt mein Vater mitten im Wald. Und stiefelt fröhlich pfeifend weiter der Nase nach.«

Überblick braucht Anerkennung

Der Nase nach bedeutet schlicht: Wir folgen unserer inneren Wanderkarte. Innen ist, so könnte man sagen, wie außen, nur unsichtbar. Das macht es allerdings nicht unbedingt einfacher. Zunächst: Mit den Jahren entwickeln wir unsere eigene innere Landkarte. Mit Straßen und Pfaden, Kreuzungen und Abzweigungen, Umwegen und Abwegen. Manchmal lassen wir den Blick weit vorausschweifen, manchmal quälen wir uns einen Berg hinauf, manchmal geht es in rasender Fahrt ins Tal. Und manchmal wird es etwas unübersichtlich. Nimmt der Wildwuchs um uns herum zu, verlieren wir nicht nur den Überblick, sondern auch den Horizont aus den Augen. Oder verlieren wir den Überblick, weil uns der Horizont aus dem Blick rutscht? So oder so, es hilf nur eines, wenn die Orientierung abhandenkommt: anhalten und umschauen. Wo bin ich? Was umgibt mich? Wie ist es hier? Was ist gut? Was unbequem oder – schlimmer noch – kraftraubend? Innehalten, wahrnehmen, verorten. Verstehen, was sichtbar wird. Und anerkennen, was ist. Ist alles in Ruhe und frei jedweden Grolls betrachtet, mit Neugier erfasst und ohne Angst angeschaut, kann ein Bild entstehen von dem, was sein soll. Sein könnte. Wie ist es dort, wohin ich will? Was erwartet mich, wenn ich den Kopf hebe und den Horizont fokussiere? Kraft unserer Gedanken lässt sich in unserer inneren Welt das Ziel imaginieren und ansteuern.

Wünsche geben Orientierung

Der Knackpunkt beim Imaginieren von Zielen ist, dass wir sie erst einmal definieren müssen. Und die Voraussetzung dafür ist – genau: Bedürfnisse zu formulieren und in einen Wunsch zu übersetzen. Ohne Fee und Funkelzauber, aber auch unbegrenzt und kostenlos. Wünsche sind frei – und sie sind ungeheuer kraftvoll. Von der groben Skizze bis hin zum detailgetreuen Bild geben sie uns Orientierung in den Serpentinen und zwischen den Schlechtwetterfronten des Lebens. Das Wandern im Wald, das vorübergehende Verlieren der Orientierung ist nicht Bedrohung, sondern wichtig. Es ermöglicht das Bewusstwerden von Bedürfnissen und Wahrnehmen der eigenen Fähigkeit, immer wieder einen Weg zu finden, wirksam zu sein – auch wenn die Route zwischen Baumstämmen und Geäst nicht gut sichtbar sein mag. Das Ziel jedenfalls ist klar definiert – und der Wunsch nach einer stärkenden Brotzeit trägt uns sicher bis ins Wirtshaus.

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»3 Fragen an …«

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Wir stellen vor – Michael Karsten

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Gute, positive Musik geht immer, Dieter Thomas Kuhn zum Beispiel, genauso wie Humor in jeglicher Form.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Im letzten Monat habe ich angefangen, eigene Witze zu schreiben, komplettes Neuland für mich, ganz spannend, herausfordernd und bereichernd.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Stay focused. Nicht zu früh aufgeben. Dranbleiben.

Über Michael Karsten:

Michael Karsten ist Geschäftsführer der Karsten M. e.K., er arbeitet als selbstständiger Coach, Trainer, IT-Berater, Comedian und betreibt mehrere Webseiten, darunter witze.tv und thelovelyme.de.

Zwischen Gewohnheitstransfer und Musterunterbrechung – Vom Erkennen und Genießen

Krisen sind brillante Lehrmeister. Zugegeben, eine Weisheit, die akut wenig tröstlich scheint und ihre Wirkung obendrein erst im Nachhinein entfaltet. Warum sie trotzdem trägt? Nun, das Schöne an dieser Behauptung ist: Sie lässt sich überprüfen – denn wir sind schon durch. Zumindest durch die Generalprobe. Der entscheidende Höhepunkt der Krise liegt hinter uns, der Wendepunkt hat uns mit stärkenden Erfahrungen versorgt und nun ernten wir die gewonnene Erkenntnis. Gefahr erkannt – Gefahr gebannt? So einfach ist es natürlich nicht. Aber die Chance auf eine Lösung ist zum Greifen nah – und das Entscheidende ist: Die Veränderung liegt in deiner Hand.

Liest man unter »Krise« im Duden, klingt es nach etwas, was man nicht so unbedingt erleben möchte – ehrlicherweise wohl auf gar keinen Fall durchleben müssen will. »Krise«, steht da, ist eine »Zeit der Gefährdung, des Gefährdetseins«. Na, besten Dank, der Fluss des Lebens darf doch bitte lang und ruhig dahinfließen, die Reise ist bestimmt auch ohne bedrohliche Stromschnellen herrlich und erleuchtend. Dank der moderne Geist in seiner Komfortecke und ignoriert den sich zusammenbrauenden Sturm. Die Griechen, wen wundert’s, hatten da eine weniger fatalistische Sichtweise. » krísis«, so der Ursprung des Begriffs, meinte nichts anderes, als eine »entscheidende Wendung« oder, schlichter, eine »Entscheidung«. Das liest sich doch schon ganz anders.

Nochmal durch die Prüfschleife

Krise also als Wendepunkt, weg vom »so-wird’s-gemacht«, hin zum »so-geht’s-auch«, vielleicht sogar »so-geht’s-besser«, wer weiß das vorher schon. Krisen zeichnen sich rückblickend nicht nur dadurch aus, dass wir sie überstanden haben, sie machen uns meist auch um mindestens eine Erkenntnis reicher: Es war schlimm, aber wir haben es geschafft. Im vom erleichterten Seufzer eingeleiteten Resümee lässt sich genussvoll feststellen: Die Bewältigung schwieriger Herausforderungen gelingt durch die aktive Nutzung unserer Ressourcen oder deren Reaktivierung – man kann ja dann doch immer irgendwie mehr, als man denkt. Passen die uns bekannten, meist liebgewonnenen und routiniert eingesetzten Lösungsstrategien nicht zur vorliegenden Herausforderung, nun – dann dauert es eben länger bis zum Wendepunkt. Erkenntnis hat ihren Preis. Start it again!

Genuss des Erkenntnisgewinns

Alles schon probiert? Immer wieder an derselben Stelle gescheitert? Immer wieder über denselben saublöden Stein gestolpert? Immer wieder zum selben unbefriedigenden Ergebnis gelangt? Erfahrungen, Ziele, Normen, Werte – alles nicht mehr wahr? Moment, echt jetzt? Natürlich nicht, denn wie heißt es so schön: Irgendwas geht immer. In den letzten Winkeln unseres Selbst finden sich fast vergessene Kräfte, die wir zur Lösung eines Problems gezielt nutzen können. Notwendig für ihre Entdeckung und einen sinnvollen Einsatz ist vielleicht ein Perspektivwechsel, vielleicht hilft auch ein liebevoll unnachgiebiges Hinterfragen unserer gutsitzenden Gewohnheiten oder eine beherzte Vollbremsung zur Unterbrechung unserer wie geschmiert ablaufenden Muster. Routinen geben manchmal Halt und manchmal halten sie uns klein. Letztere: Ab über Bord mit ihnen! Bequem ist das leider nicht. Aber Veränderung passiert durch Erfahrung. Und die lässt sich nur außerhalb des bekannten Terrains sammeln. Zurück auf dem Sofa unserer neu definierten Komfortzone können wir uns dann aber ganz dem Genuss des Erreichten hingeben. Versprochen.

Einsammeln und Ernten

– Resümee ziehen

Was ist neu, was kann weg? Wo will ich hin und was brauche ich dazu? Mit unserem Fragebogen »einsammeln und ernten – Das war Dein Jahr 2020« laden wir Dich ein, auf Deine wunderbaren Erkenntnisse und erhellenden Momente des Jahres zurückzublicken. Denn ganz bestimmt hast Du viel bewegt und verändert.

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»3 Fragen an …«

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Wir stellen vor – Christine Bellstedt

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Lachen, schütteln und von vorne anfangen! Wenn nichts mehr geht, dann hilft eine gute Portion Humor fast immer. Dazu etwas Abstand nehmen, den Blickwinkel verändern, sich bspw. mit anderen Menschen austauschen und andere Impulse in die eigene Sichtweise einfließen lassen. Das braucht natürlich etwas Zeit und Geduld – meiner Erfahrung nach tut sich dann aber fast immer ein neuer und vielleicht sogar besserer Ausgangspunkt für mich selbst oder ein bestimmtes Thema auf.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Ich sehe so viele Möglichkeiten, neue Dinge auszuprobieren und zu lernen – insbesondere auch in den kleinen, alltäglichen Dingen und in der Veränderung eingespielter Routinen. Es müssen nicht gleich die ganz großen Dinge sein, die ich neu angehe, da ist die Hürde auch viel höher. Diese Erkenntnis macht es mir sehr viel leichter, mich neuen Dingen zu widmen. Meine Neuheiten der vergangenen Wochen sind:

  • Morgen-Routine mit 10-15 Minuten Yoga zum Start in den Tag, wenn mein Mann und meine kleine Tochter aus dem Haus sind
  • Workshops mit unterschiedlich großen Gruppen vollständig remote oder auch hybrid umsetzen
  • Shampoo und Conditioner nicht aus der Plastiktube/-flasche, sondern am Stück verwenden
  • Treffen mit Freunden und Familie virtuell gestalten, bspw. auf ein gemeinsames Abendessen oder einen Drink

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Ich hatte noch nie das Gefühl, dass ich etwas lieber anders gemacht oder anders gesehen hätte in der Vergangenheit. Ich vertraue auf mich, auf mein Herz und meinen Verstand. Das würde ich jedem raten: hört auf euer Herz, hört auf euren Verstand, zusammen sind sie unschlagbar.

Über Christine Bellstedt:

Christine Bellstedt ist Co-Founder und CEO bei PHILIN‘ und Senior Product Manager bei Otto. Sie hat unser Stipendium für die Business Coach Ausbildung erhalten und wird in 2021 als Change Maker durchstarten!

Mehr über Christine erfahrt ihr auf ihrem LinkedIn Profil.

Zwischen Einzelstück und buntem Sammelsurium – Vom Entwickeln und Weglassen

Minimalismus ist ja so eine Modesache der Gegenwart. Nimm die Dinge in die Hand, betrachte sie eingehend und frage dich nicht ohne kritische Vehemenz: Brauche ich das wirklich? Schlägt mein Herz schneller? Marie Kondo wurde zur Ikone des Weglassens, unsere Kleiderschränke lichteten sich, die Schubladen wurden leer, das Haben belächelt und fast ein bisschen unangenehm– und dann kam Corona. Weglassen wurde zum Muss und machte plötzlich nur noch halb so viel Spaß. Doch wie mit allen Dingen im Leben: Immer gibt es Vorteile.

Der Mensch, ein Jäger und Sammler. Sand der Weltstrände in Glasflaschen, bunte Bananenlabels auf Albumseiten, seltene Blüten im Garten. Haben bedeutete leben. Mit der Zeit änderte sich unsere Weltanschauung. Dem Trend des Minimalismus folgend und als Rettung vor einem überhandnehmenden Konsum wurden wir zu Aussortierern. Nicht mehr als 100 Dinge brauche der Mensch zum Glück lautete die neue Formel, im Netz fanden sich Listen für MinimierungsAnfänger, Aufräum-Coaches und Bilder herrlich übersichtlicher Wohnzimmer. Weglassen wurde das neue Sein. Dann kam der Lock-down – und wir wurden zurückgeworfen, allem voran in unsere vier Wände. Da saßen wir, zwischen Sammelsurium und buntem Vielerlei die einen, in reduziert und überlegt platzierten Einzelstücken die anderen. Die aufkeimende Frage lautete hier wie dort: Was brauche ich?

Das machen wir schon immer anders

Mit dem Daheimbleiben eröffnete sich eine neue Sicht auf die Dinge. Und mit ihr entstanden neue Fragen. Wie muss der Ort sein, an dem ich gut leben und arbeiten kann? Wie schaffe ich Nähe über räumliche Distanz hinweg? Wo ist die Grenze zwischen Team und Freundeskreis? Welches Ritual hilft mir in den Tag? Welche Chancen bietet digitales Arbeiten? Und wie kompensiere ich den Wegfall von Teeküchengesprächen? Nach der für viele von uns als erholsam empfundenen Verlangsamung unseres Alltags richteten wir uns ein im neuen Sein. Der Arbeitsplatz im Privaten wurde selbstverständlich, das digitale Ritual zur alten Gewohnheit, der Rhythmus gefunden und Teepausen im Breakout Room eine prima Gelegenheit für erfrischenden Plausch. Alles zurechtgeruckelt. Alles wieder wie immer?

Raus aus dem Komfort, rein ins Wohlfühlen

Der Mensch, ein Gewohnheitstier. Das Verweilen in Komfortzonen lieben wir so sehr wie den Hinweis auf »Das war schon immer so.«. Das Verändern von Gewohnheiten hingegen gehört nicht allzu sehr zu unseren liebsten Herausforderungen. Aber: Es geht. Denn neben Sammlern, Jägern, Minimalisten und Bewahrern von Ist-Zuständen sind wir noch etwas: großartige Anpassungskünstler. Und so waren die letzten Monate für uns vor allem auch eine wunderbare Gelegenheit des Prüfens und Veränderns. Wie Marie Kondo mit Blick auf die Dinge in unserem Küchenregal vorschlägt, allesamt einmal in die Hand zu nehmen und auf unseren Herzschlag zu lauschen, so lassen sich Gewohnheiten, Rituale und unser Miteinander einem kritischen Hineinhorchen unterziehen. Was tut mir gut? Nach Monaten des Suchens nach praktikablen Lösungen und Ausprobierens adäquater Wege für berufliche wie private Begegnungen haben wir ein untrügliches Gefühl dafür entwickelt, was sinnstiftend, nutzbringend und für uns genau richtig ist. Und wie immer ist es eine Mischung aus Behalten und Weglassen, aus neuen Ritualen und alten Gewohnheiten, aus Abstand und Nähe. Denn alles hat seine Vorteile. Auch ungeplante Veränderungen.

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»3 Fragen an …«

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Wir stellen vor – Wolfgang Burr

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Durchatmen, Ruhe bewahren, erst einmal aus der Situation treten und von außen draufschauen. Es gibt immer einen Weg!

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Kürzlich wurde ich das erste Mal für einen Podcast interviewt (von unserer internen Unternehmenskommunikation) bei dem es u.a. um die Fragen ging, wie ich die Corona Zeit in meinem Unternehmen erlebt habe. Mir hat es großen Spaß gemacht, meine Gedanken zu diesen Themen in diesem Format für meine Kolleg*innen zu formulieren und ich bin auf die Reaktionen gespannt (der Podcast ist noch nicht live). Hier einige Gedanken aus meinem Podcast:

  • Ich bin in Summe sehr gut durch die Corona-Zeit gekommen, Hauptfaktoren dabei waren eine sehr stetige und transparente Kommunikation, unsere gewachsene Vertrauens-Kultur und nicht zuletzt die Haltung, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, das Beste aus der Situation zu machen und z.T. sogar Chancen zu ergreifen, die sich aus der neuen Situation boten.
  • Für mich war es schön zu sehen, was alles auch aus der Distanz sehr gut funktioniert.
  • Dennoch wurde mir in den letzten Wochen vermehrt deutlich, wie sehr mir der persönliche Austausch in der Zeit des Lock-Down gefehlt hat und wie gut es mir tut, wieder vor Ort zu arbeiten, spontane und ungeplante Gespräche zu führen und das Zusammengehörigkeitsgefühl wieder mehr zu spüren.

Und auch, wenn ganz aktuell die Situation wieder mehr Abstand erfordert, freue ich mich darauf, dass – wenn irgendwann die Pandemie überwunden sein wird – der persönliche Austausch wieder zunehmen wird. Denn auch wenn mobiles Arbeiten uns viele Vorteile bringt und sich vieles dauerhaft ändern wird, glaube ich fest, dass der direkte Austausch der Menschen unersetzlich ist und der Kern der Zusammenarbeit bleiben wird.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Vertraue auf Dich, Deine Intuition, Deine Stärken und darauf, dass es gut wird!

Über Wolfgang Burr:

Wolfgang Burr ist einer unserer aktiven Change Maker. Er leitet seit fast 12 Jahren die Konzern-Revision der Otto Group und hat im letzten Jahr die Ausbildung zum Business Coach bei uns absolviert. 

Mehr über Wolfgang erfahrt ihr auf seinem LinkedIn Profil.

Zwischen Freiluft und Innenraumleben – Vom Erholsamen im Alleinsein

Der Herbst ist angebrochen. Die warmen Abende unter freiem Himmel, die wir gemeinsam im Park oder in unserem Lieblingsrestaurant in geselliger Runde verbringen, sie sind langsam, aber sicher vorüber. Wir ziehen uns in unsere Wohnzimmer zurück, an den gemütlichen Küchentisch, bei einer heißen Tasse Tee und einem guten Buch. Mit dem Wetterumschwung kommt der Rückzug ins Eigene. Was aber bedeutet das: das Eigene?

Jetzt geht es gleich wieder los. Die Verlegung des Lebens nach drinnen, künstliches Licht, Wollpulli, hochgestellter Kragen und die jährliche Ach-lieber-nicht-vor-die-Tür-gehen-Zeit. Moment, zu Hause bleiben, Alleinsein? In den eigenen vier Wänden? Die Umstrukturierung unseres Alltags, ohne tägliche Verabredungen, ja sogar ohne Sportstudioabende und Partynächte
– das kennen wir doch alles schon? Ja. Diesmal sind wir vorbereitet. Wir haben Rituale entwickelt, Gewohnheiten geändert, erweitert, abgelegt. Denn die letzten Monate haben uns aus dem Hamsterrad der gesellschaftlichen Verpflichtungen herausgeschleudert, ganz ohne Herbststürme.
Und das fühlt sich an einigen Stellen im Wochenkalender gar nicht mal so schlecht an.

Hineinhorchen, nachfragen, prüfen

Auf einmal nämlich ist Raum für – ja was? Minimalisierendes Regale-sortieren? Versunkenes Krimilesen? Hingebungsvolles Briefeschreiben? Gepflegte Langeweile? Ja. Nein. Unendliche Möglichkeiten – und ratloses Rumsitzen. Plötzlich stehen wir uns selbst und einer Menge ungefüllter Zeit gegenüber. Und jetzt? Was genau macht man eigentlich, wenn das Alltagsrauschen verstummt und der gewohnte Takt ausfällt? Hineinhorchen in die eigenen Bedürfnisse? Ja, zum Beispiel.

Begrenzung schafft Bewegungsfreiraum 

Und Fragen stellen. Was tut mir gut? Wie viel Nähe brauche ich? Was ist mir wichtig? Was möchte ich pflegen – und was kann weg? Die Eingrenzung unseres gesellschaftlichen Radius schafft Erstaunliches: Sie erzeugt Raum für Bewegung. Innerer Bewegung. Denn der veränderte Verhaltensrahmen bietet die Chance des Konzentrierens, der Formulierung neuer Glaubenssätze und der Überprüfung hochgehaltener Werte. Beruf, Familie, Freunde, Gesundheit – welches Gewicht geben wir den verschiedenen Lebensbereichen? Was ist wann wie und in welchem Maße wichtig? Wie viel Zeit und Energie investieren wir, wann und für wen? Mit dem Einrichten im Mikrokosmos Zuhause setzen wir uns selbst zurück auf Los. Scrabble-Duell am Küchentisch oder Diskussionsrunde im Nachbarkiez? Kleiderschrank-Modenschau oder Shoppen in der Innenstadt?
Sofafilm-Schokolade oder Autokino-Popcorn? Homeoffice zur To-do-Listen-Reduzierung oder Telefonmarathon mit der besten Freundin? Was will ich jetzt und hier? Bedürfnisse sehen und erkennen. Klingt simpel und ist gar nicht so einfach. Das Gute in diesem Herbst: Die erzwungene Verschiebung von Nähe und Distanz aus den lichten Sommermonaten gab uns Zeit, den Blick zu schärfen. Das Runterfahren der Termindichte, die Begrenzung der Möglichkeiten hatte einen wunderbaren Mehrwert: erholsames Alleinsein.

Stipendium – Ausbildung zum Business Coach IHK im November 2020 – Bewirb dich jetzt!

Was wird mehr, wenn man es teilt? Ja, genau: die Freude. Wie viel mehr und wie lange diese geschenkte, weil geteilte Freude nachhallt, davon erfuhren wir vor kurzem durch eine Mail. Diese enthielt nicht nur liebe Dankeszeilen, sondern ein handfestes Geschenk: Hanni Kuchenbecker finanziert ein Stipendium für die Ausbildung zum Business Coach IHK im November 2020 für alle diejenigen, die es sich sonst finanziell nicht leisten könnten! Du willst diese Chance nutzen? Dann schick uns dein Bewerbungsvideo!

Im September 2020 schrieb uns Hanni Kuchenbecker aus Zürich. Vor fünf Jahren hatte sie bei uns an der BCA Business Coaching Akademie in Lübeck die Ausbildung zum Business Coach IHK absolviert, ging in die Schweiz und machte Karriere. „Für Vieles, was mir heute möglich ist, wurde damals der Grundstein gelegt und gestern wie heute bewegen mich die Dinge, die ihr mir und uns mit auf den Weg gegeben habt.“ Ein besseres Dankeschön als solche Zeilen gibt es wohl kaum!

Freude zum Teilen und Weitergeben
Möglich wurde Hanni Kuchenbecker die Ausbildung damals mithilfe eines Stipendiums, welches wir dank eines Unterstützers vergeben konnten. 50 Prozent ihrer Ausbildungskosten wurden so fremdfinanziert – eine große Hilfe und Freude, auch für den Geber. Eben diese vor fünf Jahren geteilte Freude ist ihr mehr als in guter Erinnerung geblieben. „Für mich war das damals ein riesiges Geschenk – und das möchte ich nun gerne weitergeben.“ Denn gerade die aktuelle Zeit sei extrem volatil, so die Wahlschweizerin, und möglicherweise daher genau jetzt der richtige Moment für ein Stipendium. „Ich möchte gerne für eine Person 50 Prozent der Ausbildungskosten zum Business Coach IHK tragen.“ Nun, dagegen haben wir selbstverständlich überhaupt gar nichts einzuwenden!

Du bist genau die richtige Person für das Stipendium? – Schick uns Deine Videobotschaft!
Wir freuen uns darüber, dieses Stipendium zum Ausbildungsstart im November vergeben zu dürfen. Und wenn das ganz genau nach dem Glück klingt, auf das du gewartet hast, da du es dir finanziell sonst nicht leisten kannst, bewirb dich jetzt! Erzähle uns in einer kurzen Videobotschaft, wer du bist und warum du der Mensch bist, für den dieses Stipendium genau das richtige ist. Damit wären wir nämlich schon drei Glückliche – womit sich die Freude mehr als verdoppelt. Und wer weiß, wen das geteilte Glück noch erreicht!

Du willst das Glück mit uns teilen?
Dann schick Deine Videobotschaft an uns per E-Mail.
Wir drücken dir die Daumen!

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Wir stellen vor – Sönke Klose

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Ich bin Beginner man, irgendwas fang ich immer an (Zitat: Absolute Beginner). Aus Sri Lanka habe ich von den Menschen dort mitgenommen, ein Lächeln kostet nichts und kann man ohne irgendwas immer spendieren, also Lachen. Es ist wie es ist und ich glaube alles, wirklich alles hat was Positives, darum ist Liebe was, das immer geht! Und nicht zuletzt muss ich mich auspowern und brauche Sport, egal was, wo und wann.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Vor ein paar Tagen habe ich das erste mal mit Pastellkreide auf Leinwand gemalt. Vor ein paar Wochen habe ich mich das erste mal selber tätowiert. Vor ein paar Monaten habe ich das erste mal vegan gegessen und ich bin dabei geblieben. Vor einem Jahr habe ich mein erstes Kinderbuch geschrieben.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Da ich in den letzten Jahren sehr viel durch Reflektion über mich und meinen Weg gelernt habe, ist alles gut so wie es ist! Ich würde mir allerdings raten, mich noch mehr auf meinen Bauch und meiner Intuition zu verlassen.

Über Sönke Klose:

Oldskooler, der das Neue braucht, um sich weiter zu entwickeln. Ich bin kreativ, neugierig und manchmal naiv.
Als Innovation Manager und Kulturwandler arbeite ich nicht sondern bin.

Mehr über ihn erfahrt ihr auf seinem LinkedIn Profil.

Zwischenraum – Vom Ausprobieren und Prüfen

Schritt für Schritt kehren wir zurück in unsere Büros– mit der Rückkehr zur Normalität allerdings werden wir wohl noch etwas warten müssen. Das Jetzt ein Zwischenraum also, in dem wir uns einrichten zwischen dem bisher Gewohnten und dem Danach, von dem wir noch nicht wissen, wie es sein wird. Zeit, innezuhalten und nachzufragen: Wie hat sich das Miteinander im Team verändert? Was erschwert das Führen und was beflügelt den Zusammenhalt der Mitarbeitenden?

Gar nicht so einfach, das Arbeiten in Zeiten der Ausnahme. Da sitzen wir an unserem Schreibtisch und starren angestrengt auf den Bildschirm. Viele kleine Kästchen versammeln sich, in jedem ist ein*e Mitarbeiter*in zu sehen – mehr oder weniger jedenfalls.

Wer spricht, lässt sich am oberen Rand ablesen, durcheinander reden funktioniert hier nicht – ein Vorteil. Wobei, die Lebendigkeit geht ein wenig verloren, vielleicht. Gut, dass nach und nach auch wieder Präsenztermine möglich sind. Allerdings sind nicht alle Kolleg*innen davon begeistert. Während die einen froh sind, sich wieder begegnen zu dürfen, sind andere zurückhaltend bis ablehnend, was das Zusammentreffen in geschlossenen Räumen betrifft. Nachvollziehbar sind beide Positionen. Wie aber damit umgehen, wenn konträre Haltungen innerhalb eines Teams aufeinandertreffen?

Andersartigkeit tolerieren und einbinden

Es braucht neue Regeln des Miteinanders in Zeiten wie diesen, für die wir bisher noch keine Handlungsmuster entwickeln konnten, weil wir nicht mussten. Nun aber müssen wir Wege finden, das Gemeinsame unter Berücksichtigung des Eigenen zu leben. Es bedarf einer neuen Definition von Nähe und Distanz. Die gute Nachricht: Im Grunde ist es gar nicht so schwer. Denn wenn wir uns an die gewohnten Regeln des Miteinanders halten, lässt sich auch diese Situation beruflich gut gestalten. Da wäre beispielsweise der wertschätzende Umgang mit unterschiedlichem Verhalten. Unser Verständnis für individuelle Haltungen ist gefragt und bietet uns die Möglichkeit, über unsere eigene Perspektive hinaus zu denken und Neues auszuprobieren. Es geht darum, Ängste ernst zu nehmen – auch wenn der Prozess für das Team dadurch hin und wieder erschwert wird. Denn egal, was kommt: Es gilt stets tolerant, respektvoll und zugewandt zu bleiben. Klingt selbstverständlich und ist doch viel schwerer, als wir gemeinhin denken, wenn sich die Andersartigkeit nicht zu sehr von unseren eigenen Vorstellungen entfernt. Die Unternehmenskultur gibt den Rahmen vor, die unausgesprochenen Regeln halten den Laden zusammen, die internen Codes sorgen für blindes Verstehen. Normalerweise. In extremen Situationen jedoch schaut jeder auf sich selbst und handelt, wie es sich – ganz persönlich – am sichersten anfühlt. Für Führungskräfte gilt an dieser Stelle: mit bestem Beispiel voran. Soll heißen: ausprobieren und prüfen. Denn jeder Einwand hat seinen Wert. Jede Lösungsstrategie bietet Möglichkeiten des Einbindens.

Gewohnheiten gehen und bleiben

Führungskompetenzen sind mit der Anpassung an die aktuellen Gegebenheiten gefragter denn je. Denn alles, was bisher als allgemein gültige Rahmenbedingungen innerhalb eines Teams akzeptiert und gelebt wurde, wird auf die Probe gestellt. Neue Rituale und Formen des Miteinanders wurden entwickelt. Das ist gut. Nur, was dann? Was tun mit dem Neuen zurück in der alten Welt des »Das haben wir früher schon immer so gemacht?« Alles wieder zurück auf Los? Oder eher »Nichts ist mehr wie früher«? Wird Remote jetzt das digitale Kaffeetrinken? Ist der virtuelle Raum die lang gesuchte Lösung oder belastendes Problem?

Sicher ist, diese Zeit des Dazwischen ist eine wunderbare Gelegenheit, unser Miteinander kritisch zu betrachten und zu hinterfragen. Dieser Raum lässt sich sinnvoll nutzen. Welche in der Zwischenzeit etablierten Gewohnheiten können auch »danach« erhalten bleiben? Und welche »ruhenden« Umgangsformen können wir getrost auch weiterhin bleibenlassen? Vor dem Bildschirm sitzend, unter Berücksichtigung der Abstandsregeln, mit Respekt und Verständnis für den vielfältigen Umgang mit der für uns alle zuvor nie dagewesenen Situation, gilt es, die Spielregeln für unsere digitale wie auch analoge Kommunikation neu zu betrachten. Und das Beste von allem mitzunehmen. Digital oder ganz real.

Spannende Begegnungen im Netzwerk

»3 Fragen an …«

Um uns herum gibt es viele spannende Menschen! Und diese möchten wir dir gerne vorstellen. Unter dem Motto »Drei Fragen an…« sammeln wir darum jeden Monat inspirierende Gedanken, spannende Geschichten und lustige Einblicke.

Wir stellen vor – Jürgen Bock

Wenn nichts mehr geht, was geht dann noch?
Das Gegenteil, denn das Gegenteil ist in aller Regel die bessere Alternative zum ersten Impuls. Der erste Impuls wird häufig bestimmt durch das Ego oder das Gefühl in der Komfortzone bleiben zu wollen. Außerdem eröffnet das Gegenteil eine neue Perspektive auf das Thema, bei dem nichts mehr geht.

Wann hast du das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?
Am vergangenen Mittwoch. Da habe ich in Frankfurt einen Vortrag in einer leeren Event -Location gehalten. Allerdings wurde der Vortrag an 1.200 Mitarbeiter in aller Welt übertragen.

Was hättest du dir selbst vor 10 Jahren geraten?
Mehr das Leben zu genießen!

Über Jürgen Bock:

„Ich unterstütze Menschen und Organisationen mit nützlichen Inspirationen ihre selbst auferlegten Begrenzungen im Denken und Handeln zu überwinden, damit sie ihr Potenzial noch besser nutzen können.“

www.jürgenbock.de/
www.bockaufleben.de

„Ahnungswissen in eine Form bringen, die wertschätzend und anwendbar ist.“

Bettina Seidel-Whitelaw im Interview mit dem TMS-Zentrum.

Als akkreditierte TMS®-Berater bieten wir dir schon seit 2007 das Team Management Profil (TMS) nach Margerison-McCann als wertvolles, interaktives Tool in unseren Einzel- und Team-Coachings an. Im Interview mit Marc Tscheuschner vom TMS-Zentrum erzählt Bettina Seidel-Whitelaw, Gründerinnen und Geschäftsführerinnen der BCA Business Coaching Akademie GmbH & Co. KG, vom Mehrwert des Einsatzes von TMS, Aha-Effekten und befreienden Überraschungen.

Wenn Du mehr wissen möchtest über ein Einzelcoaching mit TMS, findest du hier Informationen dazu. Zum Einsatz von TMS in der Teamentwicklung klicke hier für mehr Informationen.

Unsere Ausbildung zum Business Coach IHK erstmalig im Großraum Hannover gestartet!

Ein herzliches Willkommen an unsere lieben Changemaker an unserem neuen Ausbildungsort im Großraum Hannover. Es war ein großartiger Auftakt in einem idyllischen Ambiente, im Hotel Forsthaus Heiligenberg. Wieder ein Schritt näher auf dem Weg zum Ziel möglichst viele Changemaker auszubilden – wir freuen uns!

Innehalten & Muster unterbrechen – Resümee ziehen

Vielleicht hast du unseren Fragebogen „Innehalten & Muster unterbrechen“ für dich ausgefüllt? Dann laden wir dich nun herzlich ein, für dich Resümee zu ziehen: Was ist gut so und soll so bleiben wie es ist in deinem Leben? Was ist nicht so gut und möchtest du vielleicht verändern? Was hast du schon neu und / oder anders ausprobiert? Und welche Erfahrungen hast du für dich gemacht? Was gelingt dir schon und was weniger?

Innehalten & Muster unterbrechen

Für all jene, die Lust haben in diesen bewegten Zeiten innezuhalten und vielleicht die immerwährenden Muster unterbrechen möchten, laden wir herzlich zur Beantwortung unseres kleinen Fragebogens ein. Wo stehe ich gerade? Was probiere ich einfach mal aus? Und was lasse ich auch einfach mal weg?
Allem wohnt eine Chance inne, so auch dieser ungewöhnlichen Herausforderung. Schauen wir mal nach dem Guten in dieser skurrilen Zeit!

Wir gratulieren unseren neuen Changemakern!

Wieder haben neue Changemaker persönliche Veränderungen und Entwicklungen in Gang gesetzt und ihre Ausbildung zum Business Coach IHK abgeschlossen – wir gratulieren euch ganz herzlich!
Ihr habt die Ausbildung gerockt – wie toll!
Wir wünschen euch für den weiteren Weg ganz viele, schöne Veränderungsprozesse, die ihr begleitet und freuen uns sehr mit euch.
PS: Du hast auch Interesse an unserer Ausbildung? Dann schau doch gerne hier vorbei – wir freuen uns auf den Austausch mit dir!

MACH 2020 ZU DEINEM JAHR!

Wir sagen Danke zu all unseren lieben Kunden und wünschen besinnliche Feiertage sowie einen guten Start ins neue Jahr.

Als kleines Geschenk zur täglichen Motivation für 2020 gibt es von uns den dazu passenden Bildschirmhintergrund als Wallpaper für Computer, Tablet und Smartphone.

Interview: Business Coach IHK

Wir haben nachgefragt, was unsere Ausbildung zum Business Coach IHK so besonders macht – überzeugt euch selbst im Interview mit unserer ehemaligen Teilnehmerin Stephanie.

BCA: Liebe Stephanie, herzlichen Glückwunsch zu deinem Abschluss als Business Coach IHK.
Wie hast du die Ausbildung erlebt? Was hat dir besonders gut gefallen?

Stephanie: Ein Wechselbad der Gefühle und Gedanken habe ich durchwandert. Ein Weg, der mich im Prozess mit mir, den herausfordernden Aufgaben in den 6 Modulen, einen großen Sprung hat machen lassen – mit vielen Denkanstößen, kribbeligen-schweißtreibenden Coachings, Themen rund ums Selbst im Rahmen einer sehr vertrauensvollen Gruppe.

BCA: Was konkret nimmst du aus den 6 Modulen mit?

Stephanie: Viele Ahas und Ohos mit bleibenden Effects für mich. Das wertvollste während der gesamten Ausbildung war das Feedback der Anderen.

BCA: Was hat dir besonders gut gefallen?

Stephanie: Der unkomplizierte Umgang mit allem, geebnet und vermittelt durch zwei großartige Coaches: Martina und Bettina. Alles schien möglich bzw. nichts war unmöglich. Das war für mich einzigartig zu erfahren. Auf dieser Basis – plus der Zusammensetzung der Gruppe, der aufmerksamen und so hilfreichen beiden Co-Trainer, der Gruppengröße, der Vielseitigkeit, der Location, der zeitlichen Einteilung – war es mir möglich mich zu entfalten und zu entwickeln.

BCA: Wie lautet dein Fazit zur Ausbildung?

Stephanie: Top mit Sternchen !! Danke für die intensive Zeit und das „immer offene Ohr“!
Ich empfehle diese Ausbildung bei der BCA weiter!

GEMEINSAM GROSSES BEWEGEN!

Werde jetzt ein Change Maker! Für dich und für Andere und entdecke dafür unsere Angebote im Bereich Business, Akademie und Coaching in unserer neuen Broschüre und lass dich inspirieren. Also, was wollen wir gemeinsam bewegen? Wir sind bereit! Sprich uns an und werde auch zum Change Maker!

Hier geht´s zum Download.

DIE AUSZEIT in den Bergen – die schönsten Momente in unserer Galerie

Während unserer AUSZEIT in den Bergen im Mai 2018 haben wir die Tage mit unseren lieben Teilnehmern als etwas sehr Wunderbares erlebt und ein tolles Feedback erhalten – in unserer Galerie haben wir die schönsten Momente festgehalten. Vielleicht hast du Lust, ein wenig zu stöbern.

Mehr über DIE AUSZEIT auf www.make-YOUR-life-happen.de

Familiencoaching: „Berührt,
begeistert, bewegt!“

Unsere Fortbildung Familiencoaching startete 2018 in ihr siebtes Jahr! Wir freuen uns riesig und möchten zu diesem schönen Anlass noch mal auf das kleine Interview mit dem Hamburger Unternehmer Stephan Knüppel hinweisen. Er war vor vier Jahren Teilnehmer beim Familiencoaching und berichtet hier, wie er die Fortbildung erlebt und was ihn dort besonders bewegt hat. Lies das Interview „Berührt, begeistert, bewegt!“.

Ausbildung zum Business Coach IHK jetzt
auch in Rostock!

Unsere beliebte Ausbildung zum Business Coach IHK kommt nun auch nach Rostock! Wir freuen uns riesig auf viele neue und neugierige Teilnehmer und die Zusammenarbeit mit dem Aus- und Fortbildungszentrum sowie der IHK Rostock. Durchgeführt wird die Ausbildung von unseren Coaches Christiane Eymers und Andrea Fahrländer.